28. Juni 2026
Liturgie-Serie Teil 14: Die (Ver-) Wandlung

Durch das Geschenk der Priesterweihe darf ich nun auch die Hl. Messe feiern, deren zentraler Teil die so genannte Wandlung ist. Das Wort Wandlung bzw. Verwandlung meint ganz einfach die Veränderung einer Sache, die dann zu einer ganz anderen wird.
Unmittelbar nach der Priesterweihe und am Tag danach haben mich viele Leute gefragt: „Und, wie fühlst du dich, wie fühlt sich das an, etc…?“ Ich konnte ehrlich gesagt keine andere Antwort geben als: „Es fühlt sich genauso an wie vorher, ich fühle mich nicht anders.“ Es ist ja auch nicht so, dass ich mich äußerlich verändert hätte oder ähnliches. Aber wie so oft ist es etwas, das im Inneren passiert, das man nicht sieht.

So ist es auch mit der Wandlung. Auf dem Bild seht ihr mich bei meiner ersten Messe, in deren Rahmen wir fünf durch unseren Bischof Josef zu Priestern geweiht wurden. Wir dürfen nun an diesem großen Geheimnis Anteil nehmen, das die Eucharistiefeier ist. Was ist denn nun aber die Wandlung? Durch die Worte des Priesters verwandeln sich Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi.
Kann man diese Verwandlung sehen? Nein! Kann man sie erfahren? Ja! Das Gabengebet der Hl. Messe vom Gründonnerstag sagt: „[…] denn sooft wir die Gedächtnisfeier dieses Opfers begehen, vollzieht sich an uns das Werk der Erlösung.“ Durch jede Mitfeier der Hl. Messe verwandeln wir uns selber innerlich. Wir werden Christus enger verbunden, ihm ähnlicher. Na, wenn das keine Verwandlung ist!
(Einfach) Euer (nicht mehr nur, aber auch noch Diakon)
Richard
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