08. März 2026
… und an das ewige Leben

Als ich begonnen habe, über den Inhalt dieses Wort der Woche nachzudenken, viel es mir schwer zu verstehen, dass „Auferstehung der Toten“ und „das ewige Leben“ zwei unterschiedliche Artikel im Glaubensbekenntnis sind. Zu sehr hängen Auferstehung und ewiges Leben für mich zusammen. Je mehr ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir, dass dies nicht automatisch ist. Auferstehung heißt, dass der Mensch in seiner Ganzheit wieder zu Leben und Bewusstsein kommt. Aber wie es dann weitergeht, ist nicht gesagt. Er könnte zum irdischen Leben auferstehen, um dann wieder zu sterben, oder er könnte nach der Auferstehung in das kosmische Nichts, das Nirvana, eingehen. Anders gesagt: Es ist notwendig, dass wir zum Glauben an die Auferstehung auch das Bekenntnis zum ewigen Leben hinzufügen.
Das Wort „ewig“ ist in unserem Sprachgebrauch nicht nur positiv konnotiert. Wenn etwas „ewig“ dauert, oder ich „ewig“ warten muss, oder er dieses
„ewige“ Gejammer anfängt… Ein Beispiel dafür ist die berühmte mythologische Figur des Sisyphus. Er ist dazu verdammt, in der Unterwelt einen Stein auf den Gipfel des Berges zu rollen; doch jedesmal, wenn er kurz vor dem Gipfel ist, entgleitet er ihm und so beginnt er von neuem, auf ewig.
Das wahre ewige Leben, mit Christus, in Gott, ist ganz anders. Wie es ist, ist noch kaum zu sagen, aber keinesfalls ist es geprägt von langweiligen Wiederholungen. GOTT, den allmächtigen Schöpfer schauen zu dürfen, wird uns derart erfüllen, dass kein gelangweilter Blick auf die Uhr mehr nötig sein wird. Falls es dort überhaupt noch Uhren gäbe…
Eine erfüllende Fastenzeit wünscht,
Kaplan Clemens
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