15. März 2026
„Ich glaube … Amen.“

Wer sich jetzt gedacht hat, dass unsere Serie mit „ewiges Leben“ schon vorbei ist, der könnte einmal die Bibel ganz am Ende aufschlagen und nachlesen, mit welchem wichtigen Wort die Heilige Schrift abschließt. Es ist das Wort „Amen“, ein Wort, das aus dem Hebräischen kommt. In seiner Grundbedeutung meint es das Gleiche wie „glauben“, nämlich „fest stehen, verlässlich und treu“.
Christus sagt ja auch manchmal „Amen, Amen“. Damit meint er, dass seine Worte doppelt zuverlässig sind, dass man wirklich darauf vertrauen kann. Auch das Glaubensbekenntnis schließt mit diesem einfachen, kleinen Wort, mit dem aber viel ausgesagt ist. „Amen“ bedeutet übersetzt „So sei es“.

In den einzelnen Teilen der Hl. Messe gibt es „große“ und „kleine“ Amen. Ein Apostel erinnert uns daran, dass es ein „Amen“ gibt, das wir für das Wichtigste halten, weil wir es in der Hl. Messe immer wieder sagen. Bei Paulus nämlich wird Christus als das „Amen“ in Person bezeichnet: „Er ist das Ja zu Allem, was Gott verheißen hat. Darum rufen wir durch ihn zu Gottes Lobpreis auch das Amen.“ (2 Kor 1,20) Es ist dieses große Amen, wenn der Priester am Ende des Hochgebetes die eucharistischen Gaben in die Höhe hält und alle auf das „Durch ihn und mit ihm und in ihm …“ mit einem (hoffentlich) kräftigen „AMEN“ antworten.
Fast alle Gebete enden mit „Amen“. Wenn wir also am Schluss des Credo noch „Amen“ dazu sagen, wiederholen wir damit die ersten beiden Worte „Ich glaube“ und sagen damit, dass wir alles für richtig halten, was wir vorher ausgesprochen haben. Amen – so sei es!
Euer Diakon
Richard
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