22. Februar 2026
„Ich glaube an die Vergebung der Sünden“

Gegen Ende unserer Serie über das Glaubensbekenntnis soll es dieses Mal um die „Vergebung der Sünden“ gehen. Das hängt unmittelbar mit dem Glauben an den Heiligen Geist, aber auch mit dem Glauben an die Kirche zusammen. Denn in der Kirche haben wir die Möglichkeit, die Last unserer Sünden abzuwerfen.
In unserer Taufe hat Gott uns allen schon die Vergebung der Sünden zugesagt. Wozu dann noch beichten? Ist die Beichte gar nur eine „mühevolle Taufe“, wie es der Kirchenvater Gregor von Nazianz ausdrückt? Der hl. Paulus erinnert uns daran, dass es dabei wesentlich um Versöhnung geht: „Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung aufgetragen hat.“ (2 Kor 5,18)

Aus eigener Erfahrung beim Bergsteigen weiß ich: je schwerer der Rucksack ist, mit dem man die Bergtour beginnt, desto mehr Kräfte kostet der Aufstieg. Wie schön ist aber der Moment, wenn der Rucksack beim Abstieg dann wieder leichter ist. Der heilige Augustinus (†430) drückt es so aus: „Gäbe es in der Kirche nicht die Sündenvergebung, so bestünde keine Hoffnung auf ein ewiges Leben und eine ewige Befreiung. Danken wir Gott, der seiner Kirche ein solches Geschenk gemacht hat.“
Am Beginn der Fastenzeit könnten wir darüber nachdenken, ob es in unserem Leben Belastendes gibt, das wir gerne ablegen möchten.
Euer Diakon
Richard
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