04. Jänner 2026
Auch Toten ist das Evangelium verkündet worden!

Im 5. Artikel des Credo bekennen wir den „descensus ad inferos“, den Abstieg Christi in die Unterwelt. Wir glauben also, dass Christus wirklich gestorben ist. Nach seinem Tod ist er dorthin gegangen, wo die Toten sind.
Als Jesus auf dieser Erde gelebt hat, hat er immer die Gute Nachricht vom „Reich Gottes“ verkündet. Diese Frohe Botschaft hat er sogar im „Reich der Toten“ gepredigt. Deshalb ist dieser Moment die Vollendung der Sendung Jesu als Messias. Die Bibel beschreibt das mit bildhafter Sprache; das alttestamentliche Buch der Weisheit spricht über das Geheimnis der Menschwerdung Gottes zu Weihnachten: „Als tiefes Schweigen das All umfing und die Nacht bis zur Mitte gelangt war, da sprang dein allmächtiges Wort vom Himmel, vom königlichen Thron herab …“ Genauso klingt eine alte Homilie zum Karsamstag: „Tiefes Schweigen herrscht heute auf Erden, … weil der König ruht. Er geht auf die Suche nach Adam, … nach dem verlorenen Schaf.“

Christus ist in die Unterwelt hinabgestiegen, nicht um die Hölle aufzuheben, sondern um die Gerechten zu befreien, die vor ihm gelebt haben. Der Abstieg Jesu in der Unterwelt galt also allen, die noch vor seiner Ankunft auf dieser Erde auf die Erlösung warteten. Im ersten Brief des Petrus heißt es: „So ist er auch zu den Geistern gegangen, die im Gefängnis waren, und hat ihnen gepredigt.“ In der Weihnachtszeit feiern wir und freuen uns über die Geburt Jesu, der unser Erlöser ist und der durch seine Auferstehung auch uns den Himmel geöffnet hat.
Euer Diakon
Richard
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