Wort der Woche

22. März 2026

Neue Serie: Liturgie

In wenigen Tagen werden wir das österliche Triduum feiern, die „heiligen drei Tage von Leiden, Tod und Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus“. Wir sind eingeladen, das, was wir in den Gottesdiensten feiern, ganz aktuell für unser Heute mitzuerleben, d.h. wir begehen nicht nur die Erinnerung an etwas, was lange her ist (wie einen Gedenktag an ein historisches Ereignis), sondern Jesus geht seinen Weg durch Leiden und Tod hin zur Auferstehung FÜR uns im HEUTE. Er möchte uns zum neuen Leben der Auferstehung MITnehmen. Das, was wir in der Liturgie feiern, aktualisiert das Handeln Gottes für uns heute. Deswegen sagt Jesus zu seinen Jüngern im Abendmahlssaal: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ (Lk 22,19). In einer neuen Serie in unserem „Wort der Woche“ wollen wir gemeinsam über dieses Tun der Jünger Christi (= Kirche) in der Liturgie, speziell in der Eucharistie, nachdenken. WAS tun wir? Was TUN wir? Worin besteht SEIN Gedächtnis?

Das II. Vatikanische Konzil sagt in seinem Liturgie-Dokument, dass die Liturgie „der Gipfelpunkt“ ist, „zu dem das Tun der Kirche strebt“, „und zugleich die Quelle, aus der all ihre Kraft strömt“ (Sacrosanctum Concilium 10), und dass daher alle Gläubigen zu einer „bewussten und tätigen Teilnahme an der Liturgie“ hingeführt werden sollen (vgl. Christus Dominus 30).

So wie wir feiern, glauben wir auch (nach dem alten Motto lex orandi – lex credendi: „Das Gesetz des Betens ist das Gesetz des Glaubens“). Das bedeutet: je tiefer wir die liturgischen Handlungen mitfeiern, miterleben und mit ihnen vertraut sind, desto deutlicher kommt dadurch unser Glaube zum Ausdruck. Eines ist klar: den Gottesdienst mitfeiern bedeutet auch immer, in ein Mysterium einzutreten, das unseren Verstand übersteigt und uns tief auf der Ebene des Herzens berührt. Aber die liturgischen Zeichen und die Teile der Heiligen Messe können eben dieses Eingangstor über unsere Sinne sein, damit die Gegenwart des Herrn in der Liturgie unser Leben erfüllt.

Gottes Segen für die kommenden österlichen Tage und Wochen,

Pfarrer Alexander

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