11. Jänner 2026
Zum Fest Taufe des Herrn

“Es ist gut für euch, dass ich fortgehe. Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn [= den Beistand, den Heiligen Geist] zu euch senden.“ (Joh 16,7) Diese Worte sagt Jesus vor seinem Leiden zu seinen Jüngern. Er meint damit sein Weggehen in den Tod, aber dann auch sein „Hinaufgehen“ in den Himmel. Von diesem „Weggang“ Jesu spricht auch der 6. Artikel des Glaubensbekenntnisses: „Jesus: aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters“.

Seltsam: gerade erst haben wir zu Weihnachten die Menschwerdung des Sohnes Gottes, sein Kommen IN die Welt, IN unser Leben gefeiert; an diesem Sonntag beginnt mit der Taufe Jesu im Jordan sein öffentliches Wirken IN der Welt. Und da sprechen wir nun im Credo von seiner Himmelfahrt. Tatsächlich strebt der ganze irdische Weg Jesu, sein Kommen, sein Wirken, seine Verkündigung, sein Leiden und Sterben auf die endgültige Verherrlichung in seiner Auferstehung und Himmelfahrt zu. In Wirklichkeit verlässt er die Welt nicht. Er ist IN den Himmel aufgefahren, sitzt, „thront“ zur Rechten des Vaters, d.h. nimmt an dessen Herrschaft teil, um so durch den Heiligen Geist in einer tieferen Weise in der Welt und in der Kirche anwesend zu bleiben. „Das Sitzen zur Rechten des Vaters bedeutet den Beginn der Herrschaft des Messias. … Von diesem Zeitpunkt an sind die Apostel die Zeugen dieser Herrschaft geworden, die kein Ende haben wird“ (vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 664).
Er, der uns in den Himmel vorausgegangen ist, möge auch unser Leben in diesem neuen Jahr jeden Tag mit seiner Liebe und Rettung berühren.
Herzliche Grüße, Pfarrer Alexander
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