05. Juli 2026
Liturgie-Serie Teil 15 (letzter Teil): Segen und Sendung

„Gehet hin in Frieden!“ mit diesen Worten beendet der zelebrierende Priester die Heilige Messe und beginnt selbst, mit seiner Assistenz aus dem Kirchenraum hinauszuziehen. Davor hat er noch auf die ganze Versammlung den Segen Gottes herabgerufen, damit sich alle bewusst sind, dass sie eine große, wunderbare Gabe empfangen haben und selber (Weiter-) Träger dieses Segens sein sollen. Im Deutschen ist der Sendungsruf am Ende der Heiligen Messe ein bisschen missverständlich. Es klingt ein bisschen wie: Nun könnt Ihr wieder ruhig weiter dahinleben.

Im Lateinischen klingt es viel dynamischer: „Ite, missa est!“ – „Geht! Von jetzt an herrscht Sendungsmodus.“, dh.: Ihr seid nun beauftragt und auch bevollmächtigt, Gesandte des Herrn zu sein. Seid Zeugen seiner Liebe und seiner Werke, die Ihr in dichter Weise in der Heiligen Messe erfahren habt! Bleibt nicht versteckt, verschlossen in euch selbst, sondern tragt das große Geschenk der Gegenwart des Herrn in euch hinaus in die Welt! Zeuge sein bedeutet nicht perfekt sein, sondern auf den hinweisen, der größer ist als ich, nämlich Jesus, Gott.
Am Beginn der Ferien- und Urlaubszeit sendet uns der Herr aus. Immer wieder wird er uns auch in den Sommerwochen am Ende der Heiligen Messen daran erinnern, dass wir einen Sendungsauftrag in der Welt und für die Welt haben. Dazu gibt er uns seinen Heiligen Geist, denn Gott macht keinen Urlaub von uns, oder besser gesagt: Gott ruht dann aus, wenn er uns glücklich sieht und wenn wir uns von ihm geliebt wissen.
Eine schöne, erholsame und gesegnete Sommer-, Urlaubs- und Ferienzeit wünsche ich euch gemeinsam mit dem ganzen Pfarrteam, Pfarrer Alexander
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